Mai 212011
 

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Ich wurde geboren am 28. Februar 1971 in Deutschland, wo ich immer noch lebe. Ich bin Alleinerziehende Mutter eines Sohnes, der 2000 geboren wurde.

Ich durchlief die übliche Schullaufbahn und eine Reihe verschiedener Jobs – darunter eine Ausbildung zur Mechanikerin, war beschäftigt in einem Userhelpdesk einer großen Versicherungsgruppe, habe technische Anleitungen von Englisch nach Deutsch übersetzt und noch eine Menge anderer Sachen getan.

Im zarten Alter von 6 begann ich zu nähen; zwei Jahre später bekam ich zum Geburtstag eine Nähmaschine geschenkt.
Als ich etwa 12 war, nähte ich bereits viele meiner Sachen selbst.
1987, als ich 16 war, begann ich, 50er Jahre-Kleidung zu sammeln und auch selbst nach Originalschnittmustern zu nähen.
Etwa 10 Jahre später erwuchs mein Interesse an Edwardianischer und Viktorianischer Kleidung, und seitdem entwickelte sich mein Interesse und damit auch meine Studien historischer Kleidung praktisch rückwärts.

Ich hatte einige Seiten für die professionelle Reproduktion von Filmkostümen, doch nach einigen Jahren hatte ich so eine Art „burnout“, welcher durch manche hässliche Bemerkung anderer Leute (die zum großen Teil weder mich noch meine Kostüme persönlich kannten) noch forciert wurde. Daher gab ich meine Seiten und auch mein Geschäft auf und habe keine Idee, ob ich die Seiten und / oder das Geschäft je wieder öffnen möchte – momentan bin ich mit dieser einen Seite hier sehr zufrieden.
Ich bin bereit, für andere Leute historische Kleidung zu nähen, solange ich diese Kleidung wenigstens vage interessant finde. Die Zeit hat mich gelehrt, daß es für mich keinen Sinn hat, Sachen zu nähen, die ich nicht mag, da diese nicht so gut werden wie die Sachen, für die ich mich wirklich interessiere.

Mittlerweile habe ich mich auf (englische) elizabethanische Frauenkleidung spezialisiert, und bin noch dabei, exzessiv die Kleidung der viktorianischen Zeit zu studieren, bei welcher ich mich momentan noch mehr für die Krinolinen- als für die Tornürenzeit begeistern kann… doch wie schon gesagt, ich studiere das noch, und meiner Ansicht nach sollte man als ernsthafter Student niemals damit fertig sein, zu studieren, zu lernen – und sich für andere Sachen begeistern zu können.

Momentan bin ich dabei, an einem (englischsprachigen) Buch für englische Elizabethanische Damenkleidung zu schreiben, was meine kostümbezogene Lieblingsepoche ist (ich schreibe das nur kurz dazu, falls es von meiner Seite her nicht offensichtlich sein sollte…).
Das Buch wird – hoffentlich – ein guter Ratgeber zur Studie, Datierung und Nachfertigung für elizabethanische Mode sein, und zwar sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Kostümer. Das Buch wird Informationen darüber enthalten, wie man Elizabethanische Kleidung korrekt datiert, egal, ob es sich um Kleidung aus Gemälden, Filmen oder erhaltene Kleidung handelt; wie sich diese Kleidung aus der Tudorzeit bis ins Barock entwickelt hat und natürlich Anleitungen, Tips, Tricks und Hinweise, wie man heutzutage wenigstens halbwegs historische elizabethanische Kleidung herstellen kann.
Ich hoffe, das Buch bis Ende des Jahres fertigstellen zu können. Eine Freundin von mir, die in den USA bereits veröffentlicht wird, sagte mir, daß ihr Verleger an meinem Buch jetzt schon genug Interesse hat, um es sich anzusehen – darüber bin ich unglaublich glücklich und dankbar.

Ich wäre sehr interessiert daran, für einen historischen Film oder eine Show zu designen oder schneidern, und wäre dafür auch mehr als willig, in ein anderes Land zu ziehen. Ich bin auch geübt darin, auf Distanz passende Kleidung für andere Leute zu machen, wofür ich eine Art System von 21 Maßen entwickelt habe, aus denen ich fast alles – außer Hosen – machen kann. Wenn Ihr irgendetwas davon mit mir diskutieren wollt – meine Mailadresse befindet sich am Ende jeder Seite.

Wie ihr vielleicht von den Kostümen auf meiner Seite erkennen könnt, bevorzuge ich es eigentlich, mit historischen – natürlichen – Materialien zu arbeiten, aber mein eigenes Budget erlaubt das für mich selbst nicht immer. Ich wäre allerdings, sagen wir, noch unwilliger, nicht-historische Materialien für die Kleidung anderer Leute zu nehmen, da diese größtenteils keinen guten Tragekomfort bieten.

Ein paar Dinge über mich…:

Wie schon erwähnt, bin ich alleinerziehende Mutter eines Sohnes, der 2000 geboren wurde, und habe keinerlei Absichten, das zu ändern. Das resultiert in der Tatsache, daß ich recht selten ausgehe, da ich meinen Job als Mutter sehr ernst nehme und keinen Babysitter nehmen will, während ich mir eine gute Zeit mache.
Wenn ich schon mal allein ausgehe, dann gehe ich ins Kino.
Nachts, wenn mein Sohn schläft, schaue ich Filme oder DVDs während ich nähe oder am Computer arbeite; die meiste Zeit brauche ich nicht viel Schlaf.

Fernsehserien, ohne die ich nicht leben kann (naja, zumindest versuche ich, sie regelmäßig bei Ausstrahlung zu sehen):
Stargate SG-1, Atlantis und Universe, Dr. House, Andromeda, Battlestar Galactica (alte und neue Serie), Farscape, Xena, Highlander, Dr. Quinn, Lost, Die Nanny, 4400, McLeod’s Töchter und Star Trek: Voyager (obwohl ich von vielen davon nur die alten Folgen sehen kann). In den 1980ern mochte ich Dallas und Denver sehr gerne (Ja! Ich geb’s sogar zu!).
Einige der Filme, die ich immer wieder sehen kann, sind:
Der Pakt der Wölfe, Titanic, The day after tomorrow, Stargate: der Film, Freaks, Hackers, The Rock, Poseidon (der Originalfilm), Die Riddick-Chroniken (ich *liebe Vin Diesel’s Originalstimme!), Ben Hur, Bus Stop, Ocean’s 11 (12 war enttäuschend!), Starforce Soldier, Elizabeth R, Gefährliche Liebschaften, Das fünfte Element, Vom Winde verweht, Braveheart, Highlander, Mission to Mars, Armageddon, Space Cowboys, Panic Room, Interview mit einem Vampir, Contact und ConAir. Ich habe einen großen Hang zu soziopathischen Figuren; das ist vielleicht deswegen, weil ich selber etwas soziopathisch bin – jemand nannte mich mal den Dr. House für Kostüme.
Meine Lieblings-Schauspieler sind Russel Crowe, Nicole Kidman, Mark Dacascos, Marilyn Monroe, Liv Tyler, Brad Pitt, Jodie Foster, Lucy Lawless, Nicolas Cage, Vin Diesel und Kurt Russel.

Außerdem bin ich aktives Mitglied der Rebel Legion, wo ich momentan eine Pause davon mache, Kostümjuror für den Bereich Royalty / Senatorial zu sein.

Davon mal ab esse ich auch sehr gerne – Mexikanisch, Chinesisch, Thai und Italienisch – und habe alte Autos, 3D Programme, Makrofotografie und Sprachen sehr gerne. Oh, und ich mag Computer und ihre Technologie – das war ja schließlich mal mein Job, und ich versuche weiterhin, mit der Entwicklung Schritt zu halten.

Und natürlich unternehme ich gerne etwas mit meinem Sohn – nicht nur spielen oder herumlaufen, sondern ich nehme ihn überall hin mit, wo ich hingehe; auch auf Conventions oder Treffen. Natürlich wird auch er dann von mir passend eingekleidet. Er mag das sehr gern und wull dauernd neue Kostüme haben 🙂
Außerdem ist er der beste Kritiker, den ich habe. Natürlich klappt das mit der konstruktiven Kritik noch nicht so richtig, aber für sein Alter hat er einen erstaunlich guten Geschmack, und wenn ich etwas mache (oder etwas plane), dann frage ich ihn nach seiner Meinung, die er mir dann mitteilt (plus Änderungswünschen).
Er ist ein sehr kluger Junge, und wenn ich depressiv bin, dann baut er mich wieder auf. Ich muß übrigens sagen, daß er das alles erst seit 2004 tut – davor wollte er noch nicht mal reden; aber jetzt scheint es so, als wolle er aufholen, was er in den Jahren davor verpasst hat 😉

Einige Dinge über meine Seite:

  1. Wer hat das Layout, Bilder etc. für die Seite gemacht?
    Ich. Komplett. Gebt mir also die Schuld für schmerzende Augen, oder dankt mir, wenn ihr es mögt 😉
    Ich werd’s irgendwann noch mal verbessern, denn so ganz zufrieden bin ich noch nicht, aber es ist ein guter Anfang.
  2. Warum gibt’s nicht öfter Neuerungen auf Deiner Seite?
    Das ist deshalb, weil a) Kostüme (seien es nun Anleitungen, Bilder, Beschreibungen, was immer ich hier veröffentlichen mag) viel Zeit brauchen und ich b) zuhause keinen Internetanschluß habe. Ehrlich, ich habe keinen. Ich fahre in ein Internetcafe um meine Seite zu updaten, um meine Mails zu lesen und zu beantworten etc. Ich habe zuhause einen Computer, den ich benutze, um Updates und Emails vorzubereiten, aber ich habe zuhause keinen Netzanschluß.
    Für die Dauer von etwa 10 Jahren bis vor einigen Jahren war ich Internetsüchtig. Ich verbrachte täglich mindestens 8 Stunden im Netz. Als ich meinen Zugang verlor, wurde mir zum ersten Mal klar, wie süchtig ich war. Und da ich ohnehin schon koffein- und nikotinsüchtig bin, dachte ich, daß ich gegen diese dritte Sucht etwas unternehmen müßte – somit habe ich keinen neuen Internetanschluß, um meine Sucht kontrollieren zu können.
    Alle paar Tage, manchmal auch nur einmal pro Woche, fahre ich ins Internetcafe um meine Recherchen und Updates etc. zu machen.
  3. Wofür steht der Name ‚Naergi‘ oder ‚Naergilien‘ und wo kommt der her?
    Der Name, den ich auf meiner Seite, in meinem Livejornal und mehreren Foren benutze ist eigentlich ein Überbleibsel aus meiner ‚Herr der Ringe‘-Fandom-Zeit. Ich finde das Fandom ja immer noch interessant, nur nicht so sehr von den Kostümen her.
    Der Name ‚Naergilien‘ ist, naja, irgendwie elbisch – Sindarin, um halbwegs genau zu sein. Er ist aus naer=traurig und gil=stern (eines dieser glitzernden Dinger am Nachthimmel, eine weite entfernte Sonne, kein Schauspieler oder Sänger oder was auch immer) und eine ‚weibliche‘ Endung, was den Namen mit ‚trauriger Stern‘ übersetzen würde.
    „Naergi“ ist die Kurzform von Naergilien und wurde von einer Onlinefreundin von mir, Master Erestor, erfunden, die übrigens auch weiblich ist. Jaja, die Herr der Ringe-Fans sind schon ein verrückter Haufen 😉
    Und auch, wenn ich diesem Fandom in Kostümen nicht mehr folgen mag, bin ich doch dankbar für die Freunde, die ich durch es gefunden habe. Ich bin auch dankbar für meine Feinde, denn die haben mir ein oder zwei Sachen beigebracht 😉
  4. Warum hast Du Deine Seite zuerst auf Englisch geschrieben, wenn das doch gar nicht Deine Hauptsprache ist?
    Dafür gibt es drei Gründe:
    Erstens übe ich mich gerne in der englischen Sprache.
    Zweitens muß ich zugeben, daß ich viele Dinge über Kostüme aus englischen Büchern gelernt habe, weil es von diesen Büchern überhaupt keine deutsche Übersetzung gibt. Viele ‚Kostümworte‘ sind mir daher auf Deutsch nicht geläufig. Zum Beispiel kenne ich keinen wirklich treffenden Begriff für ‚Stays‘ oder ‚Smock‘.
    Der dritte Grund wäre wohl, daß das Publikum für Kostüme im englischsprachigen Bereich größer ist. Kostüme sind in Deutschland größtenteils nur durch Karneval populär, und mit ‚Karneval‘ haben meine Sachen wenig zu tun. Die Leute, die meine Seiten besuchen, kommen also größtenteils aus englischsprechenden Ländern, und damit die auch verstehen, was ich tue, ist die Seite halt hauptsächlich auf Englisch.
  5. Warum ist die Seite so chaotisch? Du machst und planst so viele Kostüme zur gleichen Zeit – wie wär’s denn, eins fertig zu machen und dann das nächste zu beginnen?
    Diese Seite *ist* chaotisch, ja, und ich übrigens auch, da habt ihr recht.
    Ich arbeite gerne an mehreren Kostümen gleichzeitig, um mir selber die größtmögliche Ablenkung zu ermöglichen. Jedes einzelne braucht zur Herstellung andere Fähigkeiten, und so fängt keines an, mich zu langweilen.
    Und *manchmal* bekomme ich einfach plötzlich die Eingabe, *noch* ein Kostüm anzufangen, weil’s mir gefällt, ich einen bestimmten Stoff gefunden habe etc.
    Das heißt nicht, das andere Kostüme nicht fertig werden – ich beende die Arbeit an ihnen lediglich später. Da diese Seite aber dafür da ist, nach Möglichkeit sämtliche Planungsideen und den kompletten Verlauf der Fertigung aufzuzeichnen, schreibe ich hier gewöhnlich auch hin, wenn ich *irgendwas* an *irgendeinem* Kostüm gemacht habe.
    Das ist meine Art, mit Kostümen zu arbeiten, und ich bin damit zufrieden.
    Jedes einzelne braucht andere Fähigkeiten, andere Aufgaben, andere Methoden; und ich habe herausgefunden, daß ich am Besten arbeite, wenn ich zwischen diesen Fähigkeiten, Aufgaben und Methoden wechseln kann, sobald mich eine von ihnen langweilt.
    Also – so chaotisch die Seite auch scheinen mag, sie ist es nicht – zumindest nicht für mich 😉
    Es gibt nur ein einziges Kleid, was ich mal ohne ein anderes Kostüm als Ablenkung gemacht habe – das war mein *Pelican‘-Kleid, bei dem die unterschiedlichen Teile, aus denen es besteht und an welchen ich gleichzeitig gearbeitet habe, schon Ablenkung genug darstellten.
    Mehrere Kostüme auf einmal zu machen hat auch einen Vorteil: Nach *langer* Fertigungszeit hat man mehrere auf einmal fertig 😉
  6. Wie soll ich Dich kontaktieren, wenn ich eine Frage habe?
    Bitte lest die Fusszeile (also das, was gaaanzzz unten ist!) jeder Seite in diesem Web, meine Kontaktinformationen sind da angegeben. Aber nur, um es zu wiederholen – sendet mir eine Mail an naergilien@yahoo.de mit dem Wort ‚Costume‘ in der Betreffzeile.

Und jetzt noch was anderes…

Danksagungen

Ich möchte gerne Katrin, Tina, Martin, Margaret, Michaela, Sabine und noch einigen anderen, für die der Platz nicht reicht aber die wohl genau wissen, wer sie sind, danken – für geistige Unterstützung, hilfreiche Kritik, lange Diskussionen und ihre Ermutigungen.
Ich danke Euch allen; ohne Euch wäre ich heute nicht die Person, die ich bin, und wäre nicht mehr in der Lage, das zu tun, was ich tue.

Beste Grüße,
Naergi