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Bitte beachtet, daß die deutsche Übersetzung der Seite momentan nicht mehr fortgeführt und
somit auch nicht mehr upgedated wird; es ist also besser, die englische Version des Webs zu lesen,
da sie aktueller und kompletter ist!
(Wie groß muß man das eigentlich schreiben, damit die Leute auf die
englische Version der Seite gehen anstatt auf die Deutsche...?)
Please keep in mind that I currently don't update and / or further translate the german version of
this web; so it's better to browse the English version of the web!)
(Bitte die Erklärung diesbezüglich hier
lesen)
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Das Muster im Ausbrennersamt
Padawansguide.com beschreibt das ausgebrannte Muster im Samt ("Dévoré") als ein
"Pfauendesign" - dies ist eine Beschreibung, gegen welche ich Einspruch erheben möchte -
und zwar laut.
Denn während die Farbgebung zwar sehr vage an eine Pfauenfeder erinnert, so ist das
Ausbrennermuster eher ein nahtlos aneinander gereihtes Astlochmuster - wie in Holz. Das
sind definitiv keine Pfauenfedern, sondern erinnert stark an Kiefern - Astlöcher.
Wie ich weiter unten näher erklären werde, haben die schwarzen
Punkte absolut nichts mit dem Ausbrennermuster des Samtes zu tun, obwohl sie dort
eingewebt sind.
Ich werde auf dieser Seite nach der Eruierung des Ausbrennermusters auf sie eingehen.
Das Ausbrennermuster
Um das Ausbrennermuster möglichst genau zu erfassen, habe ich
mir erstmal eine Vorlage aus Bildern des Originalkleides gemacht, wo ich die
Musterwiederholung genau erkennen konnte.
Ich fand heraus, daß es eine sehr offensichtliche Musterwiederholung gibt, welche man sehr
leicht sehen kann, wenn man die 'herzförmigen Punkte' (ich habe leider keine bessere Idee,
wie ich diese Punkte beschreiben kann - in der Animation unten sind vier dieser Punkte
fast in den Ecken zu sehen) als Ecken eines rechteckigen Wiederholungsmusters ansieht.
Dann habe ich in einem Bildbearbeitungsprogramm - mit dem Bild des Originalstoffes als
Hintergrund - alle Stellen, die türkisfarben waren, innerhalb einer Musterwiederholung in
schwarz ausgemalt, Dabei habe ich, wie schon gesagt, die schwarzen Punkte vollkommen
ignoriert, weil sie auf der Musterwiederholung unregelmäßig verteilt sind.
Als ich die Muster fertig ausgemalt hatte, habe ich meine schwarzen Ausmalereien mehrfach
verdoppelt und sie so auf dem Bild ausgelegt, daß ich mehrere genaue Musterwiederholungen
erhielt.
Danach habe ich das Originalbild im Hintergrund ausgeblendet, meine schwarzen Formen in
türkis und den weißen Hintergrund in rostfarben gefüllt.
Dann habe ich eine genaue Musterwiederholung ("Rapport") markiert, ausgeschnitten und -
Voilà - ich hatte einen Rapport, den ich jetzt aneinanderreihen konnte.
Hier ist eine Animation, welche die oben beschriebenen
Schritte zeigt. Sie ist perfekt - bis auf die Tatsache, daß am Ende die Formen genau
falsch herum ausgefüllt wurden - also statt Rost in türkis und statt türkis in Rost (es
kann eine Weile dauern, bis die Animation ganz geladen hat):

Hier ist das Ergebnis: Ein Rapport in schwarzweiß, welcher
nahtlos ausgelegt werden kann... (Ihr könnt das testen, wenn ihr das Bild auf Eurer
Festplatte speichert und einfach mal als Windows-Desktop-Hintergrundbild (...sofern ihr
Windows habt...) 'aneinandergereiht' auslegt)

...Und hier ist eine eingefärbte Version, welche in etwa die
Originalfarben hat, Seite an Seite mit einem Bild des Originalstoffes, welches genau
dieselbe Stelle der Musterwiederholung zeigt (und - wie vor - bitte die schwarzen Punkte
im Originalstoff ignorieren...):
 
Sieht doch ganz gut aus, nicht?
Um die Originalgröße des Musters herauszufinden, habe ich das 'Vanity Fair' Bild
genommen, in welchem die 'herzförmigen Punkte' ziemlich gut fast auf der gesamten Länge
des Überkleides / Mantels zu sehen (oder wenigstens zu raten) sind.
Dann habe ich mal mutig geschätzt, daß Natalie Portman ein Schulter-bis-Boden-Maß von etwa
145cm hat. Diese Schätzung entstand aus meinem eigenen Maß, denn da ich das Kleid für mich
machen will, muß ich ja die Musterwiederholung entsprechend anpassen.
Nachdem ich die Musterwiederholungen im vorgenannten Bild gezählt hatte, kam ich auf 20
Wiederholungen von Schulter bis Boden (da der Mantel aber nicht bis zum Boden geht, mußte
ich teilweise dadurch schätzen, daß ich den Abstand zwischen zwei Mustern da, wo sie
sichtbar waren, gemessen habe und dann dieses Maß einfach an den Stellen, wo ich die
Muster nicht sehen konnte, eingesetzt habe). Dann habe ich noch eine Musterwiederholung
abgezogen, da die Musterwiederholung nicht ganz gerade von oben nach unten, sondern in
einem leicht ausgestellten Winkel verläuft, was ein etwas größeres Maß als der Direkte Weg
von Schulter bis Boden ergibt - somit kam ich auf 19 Musterwiederholungen.

Das Vanity Fair Bild, markiert mit Pfeilen, welche die Musterwiederholungen anzeigen. Die
gelben Pfeile zeigen direkt auf die 'herzförmigen Punkte' im Rapport; die rosa Pfeile
haben lediglich denselben Abstand wie die gelben, da die Stellen, auf die sie zeigen,
wegen Stickereien auf dem Samt (oder der Tatsache, daß dort kein Mantel, sondern ein
plissierter Rock ist...) nicht die Musterwiederholung zeigen.
Wenn man nun die 145cm von Schulter bis Boden durch die 19 Musterwiederholungen teilt,
dann kommt man auf eine Musterhöhe (die Breite wird ja proportional geändert) von etwa
7,6cm für einen Rapport. Das oben gezeigte Schwarzweißbild des Rapports hat übrigens diese
Größe.
Dann habe ich mir ein bißchen Wissen und Praxis in Sachen Siebdruck zugelegt, denn ich
sehe keine bessere Möglichkeit, mehrere Meter Seiden- / Viskosesamt mit Ausbrennerfluid
deckend und regelmäßig mit diesem Muster zu überziehen.
Siebdruck ist toll, um größere Flächen von Papier oder Stoff regelmäßig mit einem
wiederholenden, feinen Muster zu überziehen. Natürlich muß man auch sagen, daß es nicht
gerade die schnellste und / oder billigste Methode ist - aber definitiv ist es die
genaueste.
Meine Schritte und Erfolge in Sachen Siebdruck werde ich auf
der nächsten Seite zeigen und beschreiben. Diese Seite werde ich dann öffnen, wenn ich mit
dem Siebdruck fertig bin. An Eurer Stelle würde ich dafür aber nicht grade den Atem
anhalten - das wird noch eine Weile dauern (z. B. bis ich das belichtete Drucksieb mit dem
endgültigen Muster habe, wird etwa ein Monat vergehen...). Eine Anleitung, wie man
Seidensamt aber auch ohne Siebdruck selber ausbrennen kann, findet ihr
hier.
Die schwarzen Punkte
Die schwarzen Punkte im Stoff haben ein anderes Muster als der
Ausbrennersamt.
Nachdem ich einen Scan des Originalstoffes gesehen habe, mußte ich meine Meinung der
letzten Seite ändern, so daß ich den folgenden Absatz neu geschrieben habe.
Wie ich gerade schrieb, habe ich einen Scan des
Originalstoffes gesehen - und zwar von Vorder- und Rückseite. Die schwarzen Punkte sind
tatsächlich in den Stoff gewebt -
Anna, die das Stoffmuster besitzt, beschreibt sie als aus 'einer metallischen Faser
bestehend' und 'sich rauh anfühlend'.
Ziemlich lange wollte ich nicht an das Konzept eingewebter Punkte glauben - meine Gründe
dafür könnt Ihr auf der vorherigen Seite nachlesen.
Als ich aber den Scan sah, mußte ich meine Meinung ändern. Die Punkte sind nämlich
tatsächlich in den Stoff gewebt - befor dieser ausgebrannt wurde - und es ist tatsächlich
auch so, daß sie sich regelmäßig wiederholen - nur ist diese Musterwiederholung größer und
anders als die des Ausbrennermusters, daher wird das Auge des Betrachters verwirrt und
sieht keine Musterwiederholung bei den Punkten - sie ist aber da.
Dies hier ist das sich wiederholende Muster der Punkte in
seiner Originalgröße von etwa 11.5 x 6cm - lest oben beim Samtmuster nach, wie ich zu
einem solchen Ergebnis kam:

Ja - das ist ein sich wiederholendes Muster! Schaut mal hier:

da ist es im Originalstoff - die schwarzen Punkte sind hier
pink markiert, die Musterwiederholung ist mit einem blauen Rahmen gekennzeichnet!
Dieses Bild hier:

zeigt ein paar Musterwiederholungen der Punkte (Punkte in rot,
Rahmen der Musterwiederholung in grün, Ausbrennermuster in schwarzweiß, Rahmen desselben
in blau) über dem Ausbrennermuster (weiter oben gibt es Informationen dazu).
Auf der folgenden Seite
habe ich dann mal angefangen, die Stickmuster zu erfassen. |