Mai 202011
 

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Ich mochte dieses Kleid aus ‚Der Patriot‘ immer ganz gerne:

Außerdem hatte ich diesen Stoff:



Stoff in seiner vollen Breite von 133cm, gezeigt von beiden Seiten. Für mein Projekt werde ich die ‚blauere‘ Seite verwenden die im oberen Bild zu sehen ist.

Naja – ich hatte so viel von dem Stoff, daß ich fast das ganze Kleid daraus machen konnte – 4,5 Meter, 133cm breit – *nach* der Wäsche, was recht wichtig ist (davor hatte ich nämlich 5 Meter, die 140cm breit waren…). Ich wasche meine Stoffe vor dem Nähen immer vor, auf diese Weise bin ich in der Lage, auch das fertige Kleidungsstück zu waschen ohne Angst haben zu müsen, daß es während der Wäsche einläuft.
Ich entschied mich also, praktisch eine ‚Negativversion‘ des oben gezeigten Filmkleides zu machen – anstelle eines blauen Kleides mit cremefarben-gemusterten Akzenten ein blaues, gemustertes Kleid mit hellgrünen Akzenten (welche ich aus sehr alten, wunderschönen Damastbettüchern machen wollte).

Wie so oft, griff ich mir ein Schnittmuster aus Janet Arnold’s ‚Patterns of Fashion‘ – Patterns of Fashion 1, Seite 36/37, c. 1770-80, Gallery of English Costume: Polonaise in ivory silk cut en fourreau. Die Streifen des gemusterten Stoffes passten ja auch vage zu denen meines Stoffes, auch, wenn das Muster ganz anders ist


Das Kleid, wie es in ‚Patterns of Fashion‘ zu sehen ist, verglichen mit dem Filmkleid. Die Form ist recht ähnlich, außer, daß die Ärmelaufschläge fehlen.

Das Schnittmuster, vergrößert mit meiner üblichen Methode, nahm beim Drucken 86 Seiten ein.


Schnittmusterlayout, bereit zum Drucken (geschwärzt aus Urheberrechtsgründen; lest mehr dazu auf der Schnittmustervergrößerungsseite)

Die Herstellung des Überkleides ging sehr einfach und schnell, daher gibt es dazu keine Herstellungsbilder. Was ich nicht mag, ist, wie die Front Falten wirft. Allerdings ist das Kleid momentan auf einer Schneiderpuppe und über Stays, die beide auf meine Maße eingestellt bzw. geschnürt sind, welche ich vor 14 Tagen hatte. Wie ich an anderer Stelle schon schrieb, verliere ich zur Zeit wahnsinnig viel Gewicht. Mittlerweile habe ich noch mehr verloren, daher sind die Falten nicht mehr da, wenn ich selber das Kleid jetzt anziehe (und die Taille schlabbert auch schon…); aber auf diesen Bildern sind sie’s noch.

Was ich sehr gerne mag, ist, wie der in Falten genähte Stoff auf der Rückseite aussieht und in den Rock übergeht. Außerdem finde ich schön, daß die Streifen im Stoff zufälligerweise genau da gelandet sind, wo die Schulterstreifen angesetzt wurden – vorne habe ich das mit Absicht gemacht, aber hinten ist es tatsächlich Zufall.

Die Borten, mit denen ich das Kleid dekoriert habe, sind einfach welche, die ich gerade im Schrank hatte und die irgendwie vage zu denen des Filmkleides passen.


Hier ein paar Bilder des fast fertigen Überkleides. Die Ärmelaufschläge fehlen noch und das Oberteilfutter ist noch nicht festgenäht. Das erste Bild zeigt gut, wie sich der Stoff vorne am Oberteil verzieht. Die Bilder sind mit Blitz gemacht worden, deswegen sind die Farben völlig daneben. Ich mache bessere Bilder bei Tageslicht, wenn das ganze Kleid fertig ist.

Für den Petticoat hatte ich mir dann überlegt, ein Mittelding aus dem Film-Petticoat und dem Original aus ‚Patterns of Fashion‘ sowie ein bißchen Eigenkreation zu machen. Das heißt, ich nahm den Schnitt aus ‚Patterns‘, habe damit meinen hellgrün-weißen Damast zugeschnitten und diesen dann über einer Lage Wattierung und einem stabilen Baumwollstoff gequiltet. Natürlich nicht so extrem, wie das beim PoF-Kleid der Fall war, aber so, daß die Muster im Damast besser zur Geltung kommen.

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